[FFP] was bedarf es um das freifunknetz in pdm aufzubauen

Thomas Mellenthin thomas at home.mellenthin.de
So Dez 16 22:43:48 CET 2012


Hallo Johannes,

> wenn sie machbar ist, wollt ihr diese aufgabe annehmen, da es wohl 
> auch ne ordentliche belastung fuer den verein ist, mehr
> verantwortung zu uebernehmen?
Ich würde gerne die Perspektive auf die Sache etwas gerade rücken. Der
Verein Freifunk Potsdam e.V. sieht seine primäre Aufgabe darin, Bürger
zu Freifunkern zu machen.

Wir sind kein kostenloser Internetprovider und schicken kein
Montage-Swat Team los, sobald jemand sein Dach für eine Installation
anbietet. Das können wir personell nicht leisten.

Statt dessen helfen wir Bürgern dabei technische Fragen zu klären
(welcher Router, welche Firmware, welche Einstellungen) und bieten
gewisse "Infrastrukturleistungen" an: das regelmäßige Treffen,
notwendige Server (Wiki, Blog, foo) und das berühmte Slovenien-VPN.

Natürlich gibt es auch Installationen, die vom Verein selbst betrieben
werden. Wir machen das, wenn sich ein besonders interessanter Standort
(14. Etage im Hochhaus, Blick über Potsdam z.B.) anbietet, der die
Stabilität des Netzes signifikant verbessern kann. Das geschieht jedoch
immer unter der Maßgabe, dass wir Zeit dafür finden und hinterher
jemanden da ist, der sich um diese Installation kümmert.


> was genau benoetigt ihr, um die sache aufzubauen? gibt es schon 
> iwelche planungen dazu?
Wir brauchen mehr Leute die:

1) Selbst Freifunker werden. Hol Dir einen Router, flash die
Freifunk-Firmware darauf, gib Deinen DSL-Anschluss für alle frei. Die
ESSID "www.freifunk-potsdam.de" ist unsere beste Öffentlichkeitsarbeit.
Bei Dingen wie zapp (P2P-Sperre) und dem Slovenien-VPN helfen wir gerne.

2) Mitglied im Verein werden. Das hilft und finanziell und nimmt Arbeit
von den Schultern. Es gibt jedoch keine Pflicht Mitglied zu werden.
Freiunken kann jeder, der Lust darauf hat

3) Die das Netz in ihrer Gegend ausbauen. Gibt es Freunde in Sichtweite,
die ebenfalls freifunken möchten? Hilf ihnen und baue eine erste Wolke
in Deinem Kiez auf.
Zu welchen hoch gelegenen Plätzen hast Du Sichtkontakt? Wer ist der
Eigentümer? Wie sind die Kontaktdaten zu den Entscheidern und zum
Hausmeister (besonders wichtig!). Mache einen Termin, stelle die
Freifunk-Idee vor, bitte um die Möglichkeit einen Router zu
installieren, den Stromanschluss des Hauses nutzen zu können und um
gelegentlichen Dachzugang zwecks Wartungsarbeiten (hier kommt der
Hausmeister ins Spiel).
Vereinbare einen Besichtigungstermin, mache 360° Fotos vom potentiellen
Installationsplatz. Poste die Bilder hier, damit andere Freifunker
sehen, ob "ihr" Gebäude in Funkreichweite ist (Peering, hurra!).

Wenn das Gebäude in öffentlicher Hand ist, hilft uns die Entscheidung
der SSV. Es gilt jedoch trotzdem jedes Mal von neuem viele Fragen zu
beantworten und Bedenken entgegenzuwirken.

Wenn die Installation läuft, kümmer' Dich darum. Ist der Router
erreichbar, wie sieht es mit der Bandbreite aus, wo klemmt es, ...


In anderen Worten: Taten zählen. Von Twitter-Retweets und Facebook-Likes
bekommen wir keine Router auf die Dächer.


viele Grüße,

// melle

-- 
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