[freifunk-potsdam] Vernetzung

Thomas Mellenthin thomas at home.mellenthin.de
So Feb 19 13:02:29 CET 2006


Hi,

> Wir sprachen gestern über Vernetzung von Freifunkaktivitäten verschiedener 
> Städte. Ob es z.B. Sinn macht das gleich von Anfang an auch technisch mit 
> einzuplanen. Indem man z.B. ein Class-B-Netz aus dem 104er Subnetz der 
> Berliner für den Potsdamer Raum in Beschlag zu nehmen. Oder vielleicht macht 
> ja auch genau das Gegenteil Sinn (ich könnt mir denken, dass ein Tunnel über 
> verschiedene Subnetze einfacher ist, als wenn alles in einem hängt).
Es gab schon öfters Überlegungen für die Freifunknetze in Deutschland
einen einheitlichen Adressraum zu wählen. Jedes Projekt kocht dabei
seine eigene Suppe und es ist schwer bis unmöglich die Adressen
nachträglich anzupassen.

Die Aussage der OLSRd-Entwickler dazu war jedoch, dass die Performance
der Linksysgeräte ab einer bestimmten Netzgröße einbricht. Die 125MHz
Versionen sind z.B. nicht mehr mit dem Aktualisieren der Topologie-
informationen hinterhergekommen, als die OLSR-Netze aus Berlin-Mitte
und Hohenschönhausen testweise zusammengelegt wurden. Die kritische
Menge liegt dabei wohl bei mehr als 200-250 Nodes.

OLSR ist eher für Stadt(-teil)netze geeignet, bei größeren Projekten
kann man das m.E. vergessen, weil die Laufzeiten und Routingprobleme
einen vernünftigen Betrieb unmöglich machen.

Ich würde mich eher der Problematik annehmen, wie jeder Teilnehmer zum
Sender werden kann. So wie es bisher läuft, wären wir quasi ein reiner
Zugangsprovider, die Teilnehmer ausschliesslich Konsumenten. Ich stelle
mir aber vor, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, Inhalte zu
publizieren. Also Podcasts, Videocasts, Blogs und was es sonst noch so
gibt. Klar geht das innerhalb des Netzes, aber die Inhalte sollten auch
und gerade von außen abrufbar sein. Das Bandbreitenproblem ist mir
natürlich bewusst :)


-- 
// melle

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